Mittwoch, 22. Mai 2013

iPhone 4 – Erste Eindrücke

24. Juni 2010 von  
Abgelegt in Multimedia

Anfang des Monats in San Francisco: Apple-CEO Steve Jobs zaubert wieder eine neue Version des Smartphones iPhone hervor. Das Gerät trägt den schlichten Namen iPhone 4 und soll laut dem kalifornischen Unternehmen den größte Schritt seit dem ersten iPhone darstellen.

Neben den USA, Frankreich, Großbritannien und Japan zählt Deutschland zu den 5 Ländern, in denen das iPhone 4 heute und damit zuerst gestartet ist. Da wir glücklicherweise zu den wenigen Leuten gehören, die das Handy heute schon ergattern konnten (bei 60 Vorbestellungen wurden 15 Stück geliefert…) möchten wir an dieser Stelle die ersten Eindrücke von Apples neuem Hightech-Spielzeug geben.

Die Auspack-Zeremonie
Mittlerweile ist es Standard geworden, dass die immer wieder nett mit anzusehende Verpackung von Apple-Geräten aufwendig dokumentiert wird. Ganz so ausführlich möchte wir nicht drauf eingehen. Auffällig ist, dass die Verpackung selbst um einiges kleiner ist als eine Postkarte und etwa der Hälfte der iPhone 3G-Verpackung entspricht. Den Vergleich zum Vor-Vorgänger wird in diesem Beitrag noch etwas öfters gezogen.

Mit dabei ist natürlich (fast) alles, was der iPhone-Nutzer braucht. Kopfhörer mit Mikrofon, eine Kurzübersicht, das Sim-Slot-Tool, mit dem man den Platz für die Micro-Sim-Karte öffnen kann, sowie ein USB-Kabel, der USB-Stromadapter und natürlich das Gerät. Für die Inbetriebnahme des iPhone 4 fehlt iTunes 9.2. Das Programm muss man sich zuerst von den Apple-Seiten herunterladen.

Da Apple in jüngster Zeit sich auch um den Umweltschutz bemüht, ist die kleinere Verpackung positiv anzumerken. Das Gerät soll zudem schadstofffrei sein, so gut es eben geht.

Das erste Mal in der Hand
Nun halten wir das Gerät in den Händen, auf das wir etwa einen halben Monat gewartet haben und es fühlt sich gut an. Es wirkt sehr solide, der umlaufende Stahlrahmen gibt dem Gerät zusammen mit den Flächen aus gehärtetem Glas diesen kühlen technischen Look, der aber dennoch unverwechselbar Apple-like ist.

Vor dem ersten Mal Anschalten schnell noch die Simkarte reinschieben und schon kann es losgehen. Iphone mit dem USB-Port verbinden, über iTunes aktivieren und los geht es.

Die erste Synchronisation
Zum ersten Mal seit langem kann man seine komplette Lieblingsmusik UND alle seine Apps mitnehmen. Bei unserem bisherigen iPhone 3G musste man sich immer entscheiden, welche Apps man braucht und auf welche Musik man verzichten kann.

Mit der 16GB Version haben wir zum ursprünglichen iPhone fast die doppelte Menge an Speicherplatz zum iPhone 3G…theoretisch, denn auch hier sind es nicht ganz 16GB, sondern nur deren 14GB. Dennoch bleiben uns noch mehr als 3GB frei. Seit iTunes 9.1 ist es möglich, noch mehr Speicherplatz frei zu behalten, wenn man die Option wählt, dass jeder Song auf 128kbit/s AAC (herunter) dekodiert wird. Weil der Platz für unsere Musik aber locker ausreicht, verzichten wir auf diese Option, die das Synchronisieren verlängert.

Die erste echte Benutzung
Jetzt ist das Ihpone fertig und kann von uns genutzt werden. Die Geschwindigkeit, mit der das iPhone 4 Dinge erledigt, ist bemerkenswert. Dem 3G hat man sein Alter seit Firmwareversion 3 doch schon etwas angemerkt, obwohl wir in den letzten Tagen empfanden, dass das iOS4 wieder etwas schneller lief.

Der Empfang des iPhone 4 soll laut dem innovativen Stahlrahmen gegenüber den Vorgängern dramatisch besser sein. Erster Eindruck beim WLAN-Einrichten: Wo kommen die ganzen Netze auf einmal her? Da wir mit dem UMTS-Empfang nie große Probleme hatten, können wir hierüber noch nichts berichten. Das iPhone 4 hat allerdings noch einen kleinen Fehler bei der Darstellung der Empfangsanzeige. Diese schwankt ohne erkennbaren Grund. Betroffen ist allerdings nur diese Anzeige. Laut diversen Berichten ist der tatsächliche Empfang nicht davon beeinflusst, da bei schwach angezeigtem Empfang das Telefonieren weiterhin ohne Probleme möglich war.

Das Display (oder: Wow)
Das von Apple als Retina-Display beworbene LCD verfügt über eine Pixeldichte von 326 ppi und damit über die höchste Pixeldichte aller bislang auf dem Markt befindlichen Smartphones. Bedingt dadurch ist besonders Text enorm scharf und sehr gut zu lesen. Ohne dem Apple-Marketing viel abnehmen zu müssen, aber wir mussten uns schon ein paar Mal daran erinnern, dass es ein Display ist, von dem wir ablesen und kein Buch.

Leider lässt sich dieser Eindruck schlecht in Bilder und Worte fassen, man sollte es sich selbst mal ansehen.

Und sonst so?
Bisher konnten wir viele Funktionen mal kurz antesten, jedoch noch nicht wirklich nutzen. Einige Sachen wie der Kompass und die sich damit ergebende Nutzung der Navigations- oder Augmented Reality – Apps sind vielen bestimmt schon vom 3GS bekannt. Auch Programme wie barcoo, mit dem man Barcodes einscannen kann, machen erst mit der fokusfähigen Kamera Sinn.

Auch an den Lautsprechern hat Apple anscheinend gearbeitet. Wir gehören nicht zu den Leuten, die die Lautstärke ihrer kleinen Handy-Lautsprecher voll hochreißen, um damit die Fußgängerpassage zu beschallen. Trotzdem ist es hin und wieder ganz nützlich, wenn man auch durch die kleinen Speaker am unteren Ende etwas versteht. Die höchstmögliche Lautstärke scheint etwas angehoben, gleichzeitig verzerren die Lautsprecher weniger. Das ist allerdings nur ein erster Eindruck, der sich nicht bestätigen muss.

Sicher sind wir uns beim Vibrationsalarm, der etwas schwächer ist als der des 3G.

Zum Schluss
Nach den ersten paar Stunden ein richtiges Testfazit zu ziehen, wäre verfrüht. Wir sind uns dennoch sicher, dass das neue iPhone 4 ein großer Wurf und gleichzeitig auch wieder die Messlatte für andere Smartphones sein wird.

Zwar hat Apple viele Funktionen eingebaut, die bei der Konkurrenz teilweise schon länger dabei sind (Stichwort Multitasking), aber die Art und Weise, wie die Mannschaft aus Cupertino das hinbekommen hat, sucht unser Meinung nach ihres Gleichen. Und da Apple weiß, wie man Produkte an die Frau und den Mann bringt, wird das iPhone 4 mit Sicherheit sehr erfolgreich werden. Was zählt, ist nicht zuletzt das Gesamtkonzept, das eine Plattform so erfolgreich macht und hier hat das Unternehmen einen sehr großen, wenn nicht gar uneinholbaren Vorsprung.

Zum Iphone 4 Praxistest

 
 

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